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Fünf Messfehler, die Google Ads falsch entscheiden lassen

Fünf Messfehler, die Google Ads falsch entscheiden lassen

Die automatischen Gebotsstrategien in Google Ads wissen nicht, wie gutes Geschäft aussieht. Sie kennen nur das, was die Conversion-Daten zeigen. Sind die Daten falsch, versagt das System nicht. Es tut genau das, worum Sie es gebeten haben, nur eben nicht das, was Sie wollten.

Diese fünf Fehler finde ich in Konten immer wieder. Um sie aufzudecken, brauchen Sie keine Entwicklerin.

1. Zu viele Conversions sind als primär markiert

Stehen Formularanfragen, Klicks auf die Telefonnummer und Newsletter-Anmeldungen alle in der primären Spalte, behandelt die Gebotsstrategie sie als gleichwertig. Die Newsletter-Anmeldung ist am leichtesten zu bekommen, also steuert das System genau dorthin.

So prüfen Sie es: Ziele, Conversions, Übersicht. Schauen Sie, was als primär markiert ist. Alles, was kein Geschäftsergebnis ist, stellen Sie auf sekundär.

2. Die Conversion hat keinen Wert

Ohne hinterlegten Wert zählt jede Conversion gleich viel. Eine Anfrage über 200 EUR und eine über 20 000 EUR sehen für das System identisch aus.

Können Sie keinen echten Wert übergeben, ist eine abgestufte Schätzung immer noch besser als nichts, zum Beispiel ein fester Wert pro Leistungsart.

3. Doppelzählung

Kommt eine Conversion einmal über das Google-Ads-Tag und einmal über einen GA4-Import herein, wird sie doppelt gezählt. Sie erkennen das an einem verdächtig guten ROAS, der auf dem Bankkonto nie ankommt.

So prüfen Sie es: Vergleichen Sie die Conversions in Google Ads mit den tatsächlichen Bestellungen oder Leads in Ihrem CRM oder Shop, jeweils für denselben Tag. Zeigt Google Ads mehr, suchen Sie die doppelte Zählung.

4. Das Conversion-Fenster passt nicht zur tatsächlichen Entscheidungsdauer

Standardmäßig sind es dreißig Tage. Dauert Ihr Verkaufszyklus sechs Wochen, werden manche Conversions nie der Kampagne zugeordnet, die sie ausgelöst hat. Steht das Fenster bei einem Impulskauf auf neunzig Tagen, rechnen Sie Käufe Kampagnen zu, die nichts damit zu tun hatten.

5. Consent Mode fehlt oder ist falsch herum eingerichtet

Werben Sie in der EU und ist Consent Mode nicht sauber eingerichtet, verlieren Sie entweder einen Teil Ihrer Conversions, oder Sie erheben Daten, die Sie nicht erheben dürfen. Beides ist ein Problem, nur jeweils ein anderes.

Wie Sie vorgehen

Alle fünf Punkte schaffen Sie an einem Nachmittag. Die Reihenfolge ist wichtig: zuerst die primären Conversions, dann die Doppelzählung, erst danach Wert und Fenster. Stimmen die ersten beiden nicht, bringt Feintuning am Rest nichts.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Daten in Ihrem Konto stimmen, optimieren Sie nicht die Kampagne. Bringen Sie zuerst die Messung in Ordnung.

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