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Einwilligung, modellierte Conversions und was Ihre Gebote wirklich sehen

Einwilligung, modellierte Conversions und was Ihre Gebote wirklich sehen

Es gibt eine stille Veränderung, die viele Reports betrifft und im Meeting selten vorkommt. Ein Teil der Conversions, die Sie im Werbekonto sehen, sind keine beobachteten Ereignisse. Es sind modellierte Schätzungen.

Das passiert, weil ein Teil der Menschen Messcookies nicht zustimmt und ein anderer Teil Browser oder Geräte nutzt, auf denen herkömmliches Tracking nicht funktioniert. Die entstehende Lücke füllen die Plattformen mit einer Schätzung.

Warum das für sich genommen kein Problem ist

Weil eine Schätzung besser ist als eine Null. Ohne sie käme das System zu dem Schluss, dass ein ganzes Segment nicht konvertiert, und würde Budget davon abziehen. Genau das verhindert die Modellierung.

Warum es Ihre Entscheidungen trotzdem ändert

An drei Stellen.

Die tägliche Schwankung ist größer. Eine geschätzte Zahl beruhigt sich nicht so schnell wie eine beobachtete. Wer auf Tagesdaten reagiert, reagiert auf Rauschen.

Segmente sind nicht gleich. Wo mehr Menschen die Einwilligung verweigern, ist der geschätzte Anteil größer. Ein Vergleich zweier Kampagnen ist deshalb nicht immer ein Vergleich unter gleichen Bedingungen.

Konto und eigenes System werden nicht übereinstimmen. Das müssen sie auch nicht. Erwarten Sie es aber, halten Sie echte Daten für kaputt.

Was Sie tun können

Bringen Sie die Einwilligung in Ordnung. Nicht nur als juristisches Häkchen, sondern auch aus Messgründen. Wird der Einwilligungsstatus nicht korrekt übergeben, verlieren Sie entweder mehr Daten als nötig oder erheben Daten, die Sie nicht erheben dürfen.

Beobachten Sie auch Ihren eigenen Umsatz. Das Werbekonto gibt die Richtung, die Buchhaltung gibt die Tatsache. Laufen die beiden dauerhaft auseinander, optimieren Sie für das Konto statt für das Unternehmen.

Entscheiden Sie auf einem längeren Fenster. Auf Wochen- oder Zweiwochensicht ist der Effekt der Schätzung kleiner als auf Tagessicht.

Senden Sie mehr von der Serverseite. Was Sie von Ihrem eigenen Server senden, kann weniger stören als eine Messung, die im Browser läuft.

Der Kern

Es geht nicht darum, dass die Daten schlecht geworden sind. Es geht darum, dass ein Teil der Daten jetzt eine Wahrscheinlichkeit ist und keine Stückzahl. Wer das weiß, entscheidet damit gut. Wer es nicht weiß, baut wegen zwei Wochen Schwankung eine Kampagne um.

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