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So briefen Sie eine AI, damit das Ergebnis brauchbar ist

So briefen Sie eine AI, damit das Ergebnis brauchbar ist

Die häufigste Erfahrung mit AI: Man hat es ausprobiert, und heraus kamen Allgemeinplätze. Das stimmt fast immer, und fast immer liegt es an der Eingabe.

Ein Modell weiß nicht, was es nicht weiß. Ohne Kontext liefert es die allgemeinste Antwort, die es gibt, weil die am wenigsten riskant ist. Eine allgemeine Antwort ist also kein Fehler. Sie spiegelt nur wider, welche Information gefehlt hat.

Fünf Bestandteile, die immer dazugehören

Für wen es ist. Nicht „Unternehmer“, sondern „eine Geschäftsführerin, die schon Werbung schaltet und ihrem Report nicht traut“. Die zweite Beschreibung bestimmt Wortwahl, Länge und Beispiele.

Welche Entscheidung Sie erreichen wollen. Was die Leserin nach dem Lesen tun soll. Ohne diese Angabe beschreibt der Text zwar etwas, bringt aber niemanden weiter.

Mit welchen Daten das Modell arbeiten soll. Haben Sie eigenes Material, geben Sie es mit. Ein echtes Beispiel ist so viel wert wie zehn Sätze Anweisung. Was Sie nicht mitgeben, erfindet das Modell.

Was nicht drinstehen darf. Dieser Bestandteil wird am häufigsten weggelassen und ist doch der nützlichste. Verbotene Aussagen, verbotene Formulierungen, verbotene Formate. So bleibt die Stimme erhalten.

Welche Form Sie wollen. Länge, Struktur, Anzahl der Punkte. Sonst greift das Modell auf seine Standardeinstellung zurück, und die bekommen alle anderen auch.

Was den größten Unterschied macht

Die negative Anweisung. Sagen Sie nur, was Sie wollen, rutscht das Ergebnis Richtung Durchschnitt. Sagen Sie auch, was Sie nicht akzeptieren, klingt das Ergebnis allmählich nach Ihnen.

Und ein Schritt, den Sie nie auslassen dürfen

Jede Tatsachenbehauptung prüfen. Ein Modell baut einen überzeugenden Satz um eine Zahl herum, die es gar nicht gibt. Steht im Ergebnis eine Zahl, ein Datum, eine Vorschrift oder eine Produktangabe, muss sie zurück zur Quelle. Das ist kein Misstrauen. Genauso würden Sie es bei einer Junior-Kollegin auch machen.

Ein gutes Briefing ist nicht länger, sondern genauer.

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